Pocket Shot Ratgeber



pocket shot Ursprünglich war die Schleuder eine archaische Waffe, die ihre Anwendung in kriegerischen Auseinandersetzungen fand. Durch die Weiterentwicklung der Waffen wurde sie überflüssig und avancierte allmählich zum Kinderspielzeug. Seitdem basteln viele Kinder verschiedenste Schleudern, um auf Dosen oder sonstige Gegenstände zu schießen. Doch mittlerweile hat eine andere Entwicklung stattgefunden. Die Pocket Shot wird von Fachherstellern angeboten und sogar bei sportlichen Wettkämpfen eingesetzt. Tatsächlich bietet sie viel mehr Möglichkeiten als ihr archaisches Vorbild und die Kinderschleudern.

Es ist nicht aus der Mode gekommen, seine eigenen Zwillen zu bauen. Dabei kommt es vor allem auf eine möglichst symmetrische Gabelung an, während als Baumaterial Äste dienen. Wenn diese Äste über eine Gabelung im 40- bis 60-Grad-Winkel verfügen, haben sie eine optimale Eignung. Weiterhin verwendet man Fahrradschläuche oder Gummis von Einkochgläsern als essenzielle Elemente für den Eigenbau. In der Mitte findet sich oft eine Leder-Applikation, durch welche die Munition gehalten wird. Nicht nur Kinder schaffen solche Konstruktionen. Es haben sich Produzenten etabliert, die schon seit den 70er Jahren Schleudern herstellen, die aus robustem Stahl und reißfestem Gummi gefertigt sind.

Dennoch unterscheiden sich diese konventionellen Modelle von der Pocket-Shot. Hierfür übernahmen die Macher zwar die Grundfunktion einer Schleuder, doch sie verwarfen deren klassisches Design. Mithilfe dieses revolutionären Konzepts konnten letztlich alle Leistungswerte der Steinschleuder enorm gesteigert werden.

Vorteile der Pocket Shot

Bei einer herkömmlichen Schleuder war es schwierig, innerhalb kurzer Zeit das Ziel anzuvisieren. Es bedurfte vor allem viel Übung, um nicht nur die Richtung, sondern auch den richtigen Winkel bestimmen zu können. In sportlichen Wettkämpfen wirkte sich das sehr nachteilig aus.

Schnell und einfach einsatzbereit

Umso willkommener ist die Innovation der Pocket-Shot, welche durch ihr einmaliges Design ein viel schnelleres Zielen und genaueres Schießen ermöglicht. Hierzu muss nur die Stahlkugel in der Latextasche zwischen Zeigefinger und Daumen gehalten werden. Das muss nicht einmal im Stehen geschehen, sondern kann durchaus beim Gehen passieren. Wenn nötig, wird die Pocket Shot innerhalb von zwei Sekunden gegriffen und nach einem kurzen Zielvorgang abgefeuert.

Ein weiterer Vorteil der Pocket-Shot ist sowohl das minimale Gewicht als auch das kleine Transportmaß. Während die herkömmliche Zwille eher unhandlich daherkam und nicht ohne Weiteres in der Hosentasche aufbewahrt werden konnte, wiegt die Pocket-Shot gerade einmal 55 Gramm und lässt sich auf kompakten 6 x 2 cm verstauen. Sie ist demnach nicht nur eine sehr leistungsfähige Schleuder, es ist sogar möglich, sie jederzeit dabei zu haben, weil sie sich in jeder Hosen- oder Jackentasche mitführen lässt.

Modernes Design

Zugute kommt der Pocket-Shot außerdem ihr unauffälliges Design, sodass sie auf den ersten Blick nicht an hocheffektive Schusswaffen erinnert. Sie besteht aus faserverstärktem Kunststoff sowie hochwertigem Latex. Der komplette Verzicht auf Metall bewirkt das geringe Gewicht. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn sie oft mitgeführt wird.

Während herkömmliche Steinschleudern nicht jede Art von Munition zuließen, bietet die Pocket Shot eine deutlich größere Varianz an. Empfohlen ist die original Pocket-Shot Munition, bestehend aus Carbon-Stahl. Hiermit lassen sich eine präzise Flugbahn und eine hohe Einschlagskraft erreichen. Zudem kann sie sehr gut und günstig direkt in der Pocket-Shot transportiert werden. Mithilfe dieser Munition erreicht die Pocket-Shot ihre höchste Durchschlagkraft auf einer Entfernung von bis zu 20 Metern.

Um die Wirkung zu verstärken, gibt es das zusätzliche Power-Modul. Weiterhin lassen sich konventionelle Stahlkugeln, Paintball-Kugeln, Softair-Munition, Murmeln, Pfeile, sogar diverse Süßigkeiten (M&M’s, Drops, …) verwenden. Der Kreativität sind nur wenig Grenzen gesetzt, sofern die Munition über eine gewisse Festigkeit verfügt und durch ihre Beschaffenheit die Latextasche nicht gefährdet. Es besteht die Möglichkeit, einen Pocket-Arrow Pfeilaufsatz dazuzukaufen, falls der Wunsch besteht, Pfeile zu verschießen.

Dafür existieren Red Arrow Latex Module, mit deren Hilfe die Pfeile umso mehr Reichweite und Durchschlagskraft erlangen. Gerade durch die wechselbaren Spitzen verwandelt sich die Pocket-Shot in Kombination mit der Pfeilmunition zu einer äußert effektiven Waffe für Notfälle.

Hohe Fluggeschwindigkeit

Prägnant an der Pocket-Shot ist außerdem die hohe Fluggeschwindigkeit sowie die unvergleichbare Durchschlagkraft. Die Munition fliegt mit bis zu 350 km/h und erreicht somit einen Energiewert von bis zu 12 Joule. Dadurch übertrifft sie die Geschossenergie einer konventionellen Steinschleuder um ein Vielfaches. Laut gültigem Waffenrecht dürfen Luftdruckwaffen höchstens 7,5 Joule erreichen, und zwar mit deutlich kleineren Projektilen.

Die Beschaffenheit der Pocket-Shot erlaubt es außerdem, mit ein wenig Übung mehrere Projektile treffsicher auf die gewünschten Ziele abzugeben. Als Grund hierfür lässt sich das Latex-Modul mitsamt Tasche anbringen. Aus dieser wird die Munition in das Modul geworfen und kann dort positioniert und abgeschossen werden. Je nach Übungsgrad kann die Schussfolge pro Minute also massiv gesteigert werden.

Präzision

Zuletzt erlaubt es die Pocket-Shot, präzise und schnell auf Ziele zu schießen. Sichergestellt wird diese Eigenschaft durch die hohe Geschossenergie und Geschossgeschwindigkeit, weil nur so eine stabile Flugbahn zustande kommt. Der verzögerte Neigungswinkel sorgt außerdem dafür, dass sogar Ziele in mehr als 20 Metern Entfernung treffsicher anvisiert werden können. Der Schraubdeckel der Pocket-Shot erlaubt es, die Munition direkt in der Schleuder mitzuführen. Etwa 100 Schuss können ohne Probleme transportiert werden. Der Deckel dient gleichzeitig als Schrauber, um die Module zu wechseln, was die Notwendigkeit von Werkzeug erübrigt.

Anwendungsgebiete der Pocket Shot

Ungefähr wie ein Bogen wird auch die Steinschleuder zu sportlichen Zwecken verwendet.

Jedoch werden dabei keine einfachen Konstruktionen aus Astgabeln verwendet. Stattdessen kommen professionelle Sportgeräte zum Einsatz, die in aufwendigen handwerklichen Prozessen entstehen. Oftmals wird Kunststoff oder Leichtmetall verarbeitet. Weitere Materialien, die Anwendung finden, sind Gummi und Holz. Ebenso gibt es Stahl-Steinschleudern.

Durch das robuste Metallgestell und den Griff aus Kunststoff lässt sich eine hohe Präzision erreichen. Die Pocket-Shot hingegen stellt einen Unterschied zu solchen Modellen dar. Sie ist eher als Alternative zu sehen, allein schon deshalb, weil sie nicht dafür konstruiert ist, eine hohe Präzision im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs zu erlangen. Nicht umsonst lässt sie sich mit mehreren Kugeln befüllen. Wofür genau die Pocket-Shot also eingesetzt wird, ist jedem freigestellt, solange damit das geltende Gesetz nicht verletzt wird.

Rechtliche Hinweise

Natürlich stellt sich die Frage, mit welchen Hilfsmitteln zur wirksamen Verteidigung überhaupt nutzbar sind. In einem Krisenfall ist prinzipiell mit verschiedenen und unmittelbaren Bedrohungen zu rechnen:

• Überfälle
• Einbrüche
• Diebstähle

Sinnvoll ist es daher, sich jederzeit gegen Kriminelle aller Art verteidigen zu können, was allerdings nicht mit allen Utensilien möglich ist. So unterliegen Schusswaffen dem Waffengesetz, weshalb sie nicht ohne die behördliche Erlaubnis besessen werden dürfen. Abgesehen davon existieren andere, effektive Bewaffnungsmöglichkeiten für diverse Einsätze. Infrage kommen:

TypReichweite
Pfeil und Bogen5 bis 20 Meter
PfeffersprayNahkampf, bis 5 Meter
Teleskop-AbwehrstockNahkampf
Armbrustetwa 30 Meter
Sportschleuder10 bis 15 Meter

Zwar ist die Sportschleuder und in diesem Kontext auch die Pocket-Shot eine geeignete Waffe, um sich dem Nahkampf zu entziehen. Vor allem erlaubt sie es, die Kugeln im Griff zu haben und damit schnell nachzuladen. Mit ein wenig Übung sind auf kurze Distanz verheerende Treffer möglich. Dennoch gilt, dass die Sportschleudern einzig und allein für den Wettkampf gedacht sind. Viele der modernen Schleudern, die international verkauft werden, verfügen über Stabilisatoren und Armstützen. In Deutschland sind solche Modelle verboten, weil sie zu den zielsicheren und gefährlichen Waffen zählen. Geübte Schützen können auf diese Weise tödliche Verletzungen hervorrufen.

Der Gesetzgeber definiert daher ein Verbot im Waffengesetz, nach dem alle Steinschleudern illegal sind, die über eine solche Armstütze verfügen. Das Gerät ist selbst dann verboten, wenn es nur über eine Montagevorrichtung für eine Stütze verfügt. Nicht mehr relevant ist daher die Geschwindigkeitsbegrenzung von 23 Joule. Während in anderen Staaten keine wirklichen Gesetze die Nutzung von Steinschleudern regeln, sieht es in Deutschland anders aus. Hier zählt das Schießen mit Schleudern nämlich nicht als beliebte Mannschaftssportart.

Explizit verboten sind die Schleudern und mit ihnen die Pocket-Shot trotzdem nicht. Die legalen Modelle sind eher als Nischenprodukt zu sehen, für das sich immer mehr Menschen begeistern können.

Worauf zu achten ist

Zwar lässt sich eine Pocket-Shot für viele spaßige Angelegenheiten nutzen, wie dieses Video eindrucksvoll beweist:

Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es sich um kein Spielzeug handelt. Eine unsachgemäße Handhabung kann schnell zu erheblichen Verletzungen führen. Es gilt also, niemals den Respekt vor dem Gerät zu verlieren. Weiterhin gibt es ein paar grundsätzliche Sicherheitshinweise, die man während der Verwendung unbedingt beachten sollte:

  • niemals auf Menschen, Tiere und andere Lebewesen schießen; nicht nur, weil man so mit dem Gesetz in Konflikt geraten könnte, sondern auch, weil es zu ernsthaften Verletzungen kommen kann
  • bei der Verwendung der Pocket Shot ist stets auf entsprechende Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein zu achten
  • um mögliche Verletzungen vorzubeugen ist es empfehlenswert, eine Schutzbrille zu tragen; Unfälle können immer passieren
  • ehe geschossen wird, ist die Umgebung zu beobachten; es sollte niemals jemand in Schussrichtung stehen; weiterhin ist die Pocket-Shot nicht auf Augenhöhe zu halten
  • vor jeder Anwendung ist außerdem zu prüfen, ob das Gerät noch funktionstüchtig ist; hierzu wirft man einen Blick auf das Latex-Modul und überprüft es auf potenzielle Risse
  • am sichersten ist es, die Pocket-Shot draußen zu verwenden
  • zuletzt sollten Kinder nicht in Berührung mit diesem Gerät kommen; denn sie können erst recht nicht einschätzen, welche Verantwortung ihnen damit zukommt

Fazit

Was die Pocket Shot von ihren Konkurrenten unterscheidet, ist nicht so sehr der Anwendungszweck, viel mehr das Design und die Bauweise. Während es bei herkömmlichen Steinschleudern eher schwierig war, das Zielen zu üben und schnell genug nachzuladen, verbessert die Pocket-Shot gerade diese Aspekte und wird dadurch benutzerfreundlicher. Nach einer kurzen Übungszeit sollte es jedem möglich sein, selbst gesteckte Ziele in einer Entfernung von maximal 20 Metern zu treffen. Ebenfalls ein großer Vorteil ist die Kompaktheit dieser Schleuder. Durch ihre kleinen Maße passt sie in jede Hosentasche.

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